Sheng

Die Sheng (auch Scheng) - ist ebenso wie die Khen eine Mundharmonika, auch wenn sie oft wegen ihres Aussehens - aufgrund der verschieden langen Bambusröhrchen - als Mundorgel bezeichnet wird.

Tatsächlich ist dieses Instrument aber das Vorbild für die Mundharmonika! Auch die Entwicklung des Harmoniums ist auf die Sheng zurück zu führen.

Die Höhe liegt bei ca. 60 Zentimeter. Es gibt allerdings auch Abarten der Sheng, die gerne doppelt so hoch sind, z.B. die Lu-Sheng.

Gespielt wird die Sheng durch den beidhändigen Abgriff der Tonlöcher an den Bambusrohren. Blasen und Einziehen der Luft erzeugen unterschiedliche Töne, wie bei jeder Mundharmonika. Der Klang selbst wird bei diesem Rohrblattinstrument durch hauchdünne Metallzungen (Bronze-,Kupfer- oder Messinglegierung) am Ende der Pfeifen erzeugt. Diese befinden sich also in dem tassenförmigen Metallkörper, an dem das Mundstück angebracht ist. Die Tonhöhe wird bestimmt durch die Eigenfrequenz der Metallzungen, sowie durch Einschnitte an der Rückseite der Pfeifen (Bambusrohre).

Der Aufbau gleicht etwa der japanischen Sho, bei der die Pfeifen ebenfalls ringförmig angeordnet sind. Im Gegensatz zur artverwandten Khen, deren Klang einen dezenten, meditativen Charakter aufweist, ist der Klang der Sheng wesentlich durchdringender und lauter. Also, nichts für Musiker mit sensiblen Nachbarn. Letztlich hat das Teil nicht umsonst eine optische Ähnlichkeit mit einer italienischen Autofanfare!

 
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